1950 bis 1970

Anlass zu dauernden Beanstandungen baulicher Art gaben die Toilettenanlagen der Schule, die in einem Schuppen gegenüber dem Schulhaus untergebracht waren. Ihre Erneuerung wurde wegen des Neubaus des Schulhauses immer zurückgestellt. Nach dem Wegzug von Oberlehrer Rothenberger 1958 wurde die Lehrerwohnung nicht mehr belegt. Sie diente bis zum Einzug ins neue Schulhaus als Ausweichraum. Erwähnenswert sind die Malereien von Kunstmaler Dummel aus Bankholzen im Treppenhaus. Sie stellen Bilder aus der Bohlinger Geschichte dar, wie Pfarrer Weißmann im Bohlinger Buch berichtet.

 

Im Februar 1959 legte Schulleiter Halmer der Gemeinde eine Aufstellung von Schülerzahlen vor wie sie von ihm für die nächsten Jahren errechnet worden waren. Daraus war zu ersehen, dass die Zahlen ab 1959 dauernd anstiegen. Spätestens 1964 sei eine Unterbringung bei den augenblicklichen Raumverhältnissen nicht mehr möglich. Der Plan, das alte Schulhaus umzubauen, wurde später als unrentabel abgelehnt, ein Neubau aber befürwortet. 1961 wurde Bohlingen als Schulort für das geplante 9. Schuljahr der Gemeinden Bohlingen, Bankholzen, Moos und Überlingen am Ried ausersehen. Bei einer Tagfahrt und Besichtigung 1961 wurde weiter festgestellt, dass der vorgesehene Bauplatz für eine Schule mit Turnhalle sehr geeignet sei und auch Erweiterungsmöglichkeit bestünde. Die Planungen zogen sich jahrelang hin. 1964 wurde der Schulhausneubau ein sogenannter Kommissionsfall. Nach schwierigen Verhandlungen konnten erst 1964 die erforderlichen Grundstücke erworben werden.

 

Im gleichen Jahr verlangte das Oberschulamt eine Raumprogrammänderung im Hinblick auf die kommende Nachbarschaftsschule Bohlingen. Die Pläne wurden 1966 genehmigt, der „Rote Punkt“ aber nicht gewährt. Die Baugenehmigung wurde wegen der Bezuschussung zurückgestellt. Erneut mussten 1968 die Pläne geändert werden. Auf die bisher vorgeschriebene doppelte Belichtung und Belüftung der Schulsäle wurde verzichtet. Nur wirtschaftliche Gesichtspunkte sollten berücksichtigt werden. Die bereits erteilte Baugenehmigung wurde zurückgezogen. Im Dezember 1966 wurden das 9. Schuljahr und die Nachbarschaftsschule eingeführt. Wegen der Raumnot im alten Schulhaus konnten nur die 8. und 9. Klasse aufgenommen werden. Die 7. Klasse wurde nach Moos, die 5. und 6. nach Überlingen am Ried ausgelagert.